Grundlagen, Informationen
Kohlsorten
Kaum ein Gemüse lässt sich so vielseitig zubereiten wie Kohl. Neben gutem Geschmack glänzt er mit
vielen gesunden Inhaltsstoffen.
Kohl - ein richtiger Gesundbrunnen:
Früher galt Kohl als Arme-Leute-Essen: Doch heute findet er sich in verschiedenen Variationen sogar in der
Spitzengastronomie auf der Speisekarte. Gut so - denn Kohl steckt voller Vitamine und Mineralstoffe.
Qualitäten waren lange verkannt: Obwohl kalorienarm und somit bestens für eine gesunde Ernährung
geeignet, war es lange Zeit Tradition, Kohlgerichte möglichst fettreich zu servieren. Heute weiß man es
besser - ein knackiger Rotkohlsalat mit Äpfeln, eine Wirsing-Quiche oder ein kurz gegarter Spitzkohleintopf
schmeckt hervorragend, ohne den Magen übermäßig zu belasten. Übrigens: Knoblauch, Kümmel, Fenchel
und Lorbeerblätter machen Kohl bekömmlicher.
Bei vielen Kohlsorten stecken in den grünen Außenblättern wesentlich mehr Nährstoffe als in den weißen
Innenblättern.
Alle Kohlsorten sind reich an Mineralstoffen wie Eisen, Kalzium, Phosphor, Natrium, Magnesium, an
Vitamin C, Eiweiß und an Ballaststoffen.
Sorten:
January King: Diese winterharte Sorte ist hart im Nehmen und lässt sich auch nicht durch Frost
beeindrucken. Der Kopf ist fest und knackig und hat einen angenehm würzigen Geschmack. Geerntet wird
dieser Kohl ab Januar.
Rosenkohl: Die Röschen sind die Triebknospen der Rosenkohlpflanze. Sie werden etwa walnussgroß und
passen ebenso gut in einen deftigen Eintopf wie zu einem festlichen Braten.
Weißkohl: Er ist der Klassiker für Kohlrouladen und Krautsalat und die am meisten angebaute Kohlsorte.
Für ihn gilt wie für alle Kohlsorten: Kurze Garzeiten schonen die empfindlichen Vitamine!
Grünkohl: Der krause Blätterkohl ist im Norden Deutschlandsein Klassiker. Am besten schmeckt er nach
leichtem Frost. Durch seinen hohen Folsäuregehalt zählt er zu den gesündesten Kohlsorten.
Wirsing: Je nach Sorte sind die Blätter mehr oder weniger kraus. Herbst- und Wintersorten haben ein
kräftiges Aroma. Wirsing lässt sich gut schmoren und zu Rouladen verarbeiten, ist aber auch der Star vieler
Eintöpfe.
Spitzkohl oder Spitzkraut: Eine besonders zarte Sorte mit nussiger Note, die auch roh sehr gut schmeckt.
Nicht zu verwechseln mit dem schwäbischen 'Filderkraut', einer spitz zulaufenden Variante des Weißkohls.
Jaroma-Kohl: Diese Weißkohl-Neu-Züchtung gelang einem Bauern aus Erkelenz. Der milde, leicht
süßliche Kohl ist sehr bekömmlich und magenfreundlich. Beim Garen bleibt der typische Kohlgeruch aus.
Schwarzkohl: Er ist einer der ältesten und robustesten Vertreter der Kohlfamilie, er hält Temperaturen von
minus 15 bis weit über 30 Grad aus. Wie sein Vetter Grünkohl hat er robuste Blätter, eignet sich prima für
Eintöpfe.
Rotkohl: Seine kräftig-rote Farbe verdankt der feinschmeckende Kohl sogenannten Anthocyanen,
sekundären Pflanzenstoffen, die auch roten Beeren und Rotwein Farbe und dadurch positive Eigenschaften
verleihen.
Rotkohl-Sprossen: Sprossen sind Geschmackskünstler und Vitaminwunder. Sie verleihen Soßen das
gewisse Etwas und bringen Frühlingsfrische in den Salat. Dabei sind sie außerordentlich gesund - sie
enthalten z. B. Provita-min A, Vitamin C und Vitamine des B-Komplexes. Einfach in Aussaatschalen aus
Samen ziehen.
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