Grundlagen, Informationen
Heidelbeeren
In den blauen Beeren stecken viel Aroma und jede Menge gesunder Vitalstoffe. Also jetzt öfter genießen.
Und nicht nur süß, auch mal pikant probieren! Wild oder Kultur:
Wer die blauen Wilden kosten möchte, muss sie schon selbst in Wäldern sammeln. Denn im Handel gibt's
fast nur Kultur-Heidelbeeren (ca. 70 Sorten). Die gezüchteten Beeren sind zwar größer und süßer, aber
nicht so aromatisch wie ihre wilden Verwandten.
Einkauf:
Reife Beeren erkennen Sie an der Farbe: Sie sollten dunkel, nicht mehr rötlich sein. Pralle, nicht
schrumpelige Früchte kaufen - ein reifartiger Überzug ist normal. Darauf achten, dass im Schälchen keine
geplatzten oder schimmeligen Beeren sind.
Lagerung:
Wild-Heidelbeeren sind sehr druckempfindlich, werden leicht bitter und halten sich gekühlt maximal zwei
Tage. Die robusteren Kultur-Heidelbeeren bleiben im Kühlschrank locker eine Woche frisch. Beide Sorten
lassen sich prima einfrieren (siehe Handablauf unten).
Verwendung:
Schmecken roh, am besten leicht gezuckert, mit Milch, Joghurt oder Sahne. Sind durch ihren hohen
Pektingehalt ideal für Marmelade und Gelee. Köstlich als Kompott, Belag für Kuchen, Torten oder
Pfannkuchen. Passen als fruchtige Beilage zu Rind, Geflügel und besonders zu Wild.
Gut zu wissen:
Wilde Heidelbeeren haben blaues Fruchtfleisch, das intensiv färbt. Deshalb Vorsicht! Flecken sofort mit
Essig oder Zitronensaft behandeln. Das Innere von Kultur-Heidelbeeren ist dagegen hell. Nur die Schale ist
blau, färbt aber nicht.
Das steckt drin:
Nur 32 kcal pro 100 g. Viele verdauungs-fördernde Ballaststoffe, Vitamin C und E. Anthrocyane (blaue
Farbstoffe) wirken entzündungshemmend, Gerbsäure antibakteriell, z. B. bei Blaseninfektionen.
Getrocknete Blaubeeren sind ein altbewährtes Hausmittel bei Durchfall.
Die Guten ins Töpfchen... Vom Umgang mit Heidelbeeren Die Beeren am besten gleich nach dem Kauf
verlesen, d. h. alle beschädigten Früchte aussortieren. Vor dem Verzehr evtl. in stehendem Wasser
vorsichtig waschen. Anschließend gut abtropfen lassen.
Für Drinks, Fruchtsoßen und zarte Cremespeisen die vorbereiteten Heide/beeren mit einem Stabmixer oder
im Mixer pürieren. Macht zwar etwas Arbeit, aber so wird's besonders fein: Heide/beeren nach dem
Pürieren durch ein Sieb streichen.
Zum Einfrieren lose auf ein Tablett geben, anfrieren. Dann in Gefrierbeutel füllen, flach verteilen, Luft
herausstreichen und verschließen STECKBRIEF:
Andere Namen: Blaubeeren, Schwarz- oder Bickbeeren.
Botanik: Gehören zur Familie der Heidekrautgewächse. Zu finden in Wäldern, Mooren und
Heidelandschaften.
Herkunftsländer: Deutschland: Größtes Anbaugebiet ist die Lüneburger Heide, im Bayerischen Wald viele
Wild-Heidelbeeren. Importe aus den Niederlanden, Spanien, Osteuropa, Nordamerika (TK-Ware).
Saison: Juli bis September
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